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Kirchengeschichte –                                                                                                     EIne spannende spurensuche

Kirchengeschichte ist alles andere als verstaubt und langweilig. Es geht nicht um bloße Fakten, sondern um eine Spurensuche nach der Identität von Christinnen und Christen aus zwei Jahrtausenden, die uns auch heute noch viel zu sagen haben und uns bei der Suche nach unserer eigenen christlichen Identität inspirieren können.

Nach solchen Inspirationen, vornehmlich aus der Spätantike, suche ich und versuche sie so aufzubereiten und zu vermitteln, dass sie die Menschen von heute erreichen. Denn Kirchengeschichte muss auf das Leben von heute bezogen sein – so verstehe ich mein Fach.

Mein aktuelles Forschungsprojekt widmet sich dem Themenfeld Kirchengeschichte und Religionsunterricht. Ich bin von der großen Bedeutung des Religionsunterrichts überzeugt. An keinem anderen Ort kommen so viele junge Menschen mit Religion in Berührung. Die Kirchengeschichtswissenschaft muss daher gerade die angehenden Religionslehrerinnen und Religionslehrer als Adressaten ihrer Forschung und Lehre in den Blick nehmen. Wie dies gehen kann und was das bedeutet – damit beschäftigt sich mein aktuelles Projekt.

 

 

Lebenskonzept Christsein


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Ein Zauberwort besonderer Art ist das Wort "Spiritualität". Es ist ein soziokultureller Leitbegriff. In ihm bündeln sich Prozesse des gesellschaftlichen Wandels in Bezug auf das Verständnis von Sinn, Werten und Religion. Bei aller Ambivalenz der Phänomene: Spiritualität ist eine Schlüsselkategorie für die Bedeutung von Religion und Sinn in der Spätmoderne.

In diesem Band stellen sich die Lehrenden der PTH (und andere Autoren) der Herausforderung, aus ihrer eigenen theologischen Fachdisziplin auf das Thema "Spiritualität" zu schauen und nach ihrem Ort in der Theologie zu suchen.

Mein Beitrag widmet sich der Dankrede an Origenes. So wie der große alexandrinische Theologe den Wert der Geschichte nicht in ihr selbst sah, sondern in der Bedeutung für die Gegenwart und die Menschen, kann sich auch eine heutige kirchenhistorische Forschung nicht auf spiritualitätsgeschichtliche Darstellungen beschränken. Vielmehr sollte kirchengeschichtliches Arbeiten dem Leben der Menschen von heute dienen und auf dieses bezogen sein. So kann es einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen relevant für ihre eigene christliche Identität in Beziehung zu Gott kommen und aus dieser Beziehung heraus ihren Lebens- und Glaubensweg gehen und gestalten können.



Öffentliche Abendvorlesung

Im Wintersemester 2016 halte ich an der PTH Münster die öffentliche Abendvorlesung zur Theologie der Spiritualität: "Lebenskonzept Christsein. Spätantike Traditionen als Quelle geistlichen Lebens heute." 

Wie leben Christen und wie praktizieren sie ihr Christentum? Vor welchen Herausforderungen stehen sie, in welche Dilemmata geraten sie?

Diese Fragen stellen sich heute, aber auch zu allen Zeiten der Kirchengeschichte.

Die Vorlesung setzt sich mit unterschiedlichen Lebenskonzepten von Christinnen und Christen aus der Spätantike auseinander und tritt mit ihnen in einen kreativen Dialog. Dabei werden auch zentrale geschichtliche Ereignisse und große Linien der Entwicklung der Kirche im Altertum sichtbar. Die Begegnung mit Persönlichkeiten und Theologen des Altertums und ihrer christlichen Identität bietet auch die Möglichkeit, das eigene Verständnis des Christseins als Lebenskonzept zu reflektieren und nach Inspirationen für das geistliche Leben zu suchen.

Die Vorlesung findet ab dem 17. Oktober immer montags von 19:30 bis 21 Uhr statt.


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Ein Buch zu Individualität und Gemeinschaft mit Beiträgen von Kolleginnen und Kollegen der PTH Münster.

Mich inspirierte die Lebensbeschreibung eines syrischen Säulenstehers aus der Spätantike zu Gedanken dazu, der christlichen Religion frische Züge zu verleihen...