Neue Publikationen

Artikel in Sammelband erschienen

Mit der Frage, welchen Beitrag christlicher Glaube in den gegenwärtigen verunsicherten Zeiten für die Gestaltung von Welt, Kirche und Gesellschaft leisten kann, beschäftigt sich mein neuer Artikel im Sammelband "Frieden. Spiritualität in verunsicherten Zeiten". Ausgehend von ausgewählten Kirchenhistorikern des 4. und 5. Jahrhunderts, die in krisenhaften Zeiten ihrer Tage für sie wichtige Ereignisse aus der Geschichte des Christentums festgehalten haben, geht es mir um Impulse, die ihre Art und Weise der Erinnerung an die Vergangenheit uns heute geben kann. Dabei wird deutlich, dass Erinnern immer auch etwas Gegenwärtiges ist. Erinnerung an die Geschichte Gottes mit den Menschen kann für ein Leben in Gottes Gegenwart sensibilisieren, das keiner Flucht vor der eigenen Realität, keines ängstlichen  „Es war doch schon immer so“ und keiner Diffamierung Andersdenkender bedarf, denen der "rechte Glaube" abgesprochen werden müsste. Aus der Beziehung zu einem Gott, der Gutes für seine Schöpfung und Leben in Fülle für seine Geschöpfe möchte, folgt vielmehr aktiver und mutiger Einsatz für echten Wandel und wirkungsvolle Veränderung – sowie ein wachsamer Blick nach günstigen Gelegenheiten, die es rechtzeitig beim Schopf zu ergreifen gilt, damit die Chance zur Veränderung nicht ungenutzt verstreicht.



Artikel in Zeitschrift erschienen

Welchen Beitrag die Kirchengeschichtsschreibung für die derzeit viel diskutierte Erneuerung von Kirche zu leisten vermag beleuchtet mein neuer Artikel "Kirchengeschichte 2.0" im aktuellen Heft der ET-Studies.

Ausgehend von der gegenwärtigen Situation der Kirchengeschichtsschreibung infolge des 1. Vaticanums widme ich mich in einer historischen Rückfrage den Anfängen der Kirchengeschichtsschreibung durch Eusebius von Cäsarea und seiner heilsgeschichtlichen Deutung der geschichtlichen Ereignisse von der Menschwerdung des Erlösers bis in die Zeit Kaiser Konstantins. Dabei bleibt es aber nicht bei einer historischen Auseinandersetzung, sondern ich frage nach Konsequenzen, die sich aus der eusebianischen Konzeption für die Kirchengeschichtsschreibung von heute und ihren Beitrag für die Erneuerung von Kirche ergeben. Dabei wird deutlich, dass Kirchengeschichte eine performative Kraft in sich birgt, die Menschen und Kirche verändern kann. Damit sich diese Kraft entfaltet, bedarf es aber angesichts einer oftmals anzutreffenden 'Selbstbescheidung bzw. Selbstmarginalisierung der Kirchengeschichte' (H. Wolf) eines neuen Aufbruchs, einer 'Kirchengeschichte 2.0'. Gerade angesichts der beunruhigenden Entwicklungen in den politischen Systemen der westlichen Welt und den Geschehnissen innerhalb der Kirche muss Kirchengeschichte als nie versiegende Quelle kultureller und religiöser Inspiration begriffen und mit einer dezidiert theologischen Aussage betrieben werden. 

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Sammelband "Zwischen Heimat und Fremde" herausgegeben

Mit dem Fremden konfrontiert zu sein, löst vielfach Ängste aus. Im gesellschaftlichen Leben wie im Glauben stellt sich die Alternative, dem Anderen zu begegnen oder sich vor ihm zu verschließen. Was trägt und was birgt? Was bedeutet es für Christen, als Pilger, als Fremdgänger mit einer Verheißung zu leben? Im Angesicht des Geheimnisses, das wir Gott nennen, ereignen sich Erfahrungen ritueller Beheimatung oder des Betens, die Menschen zu sich selber finden lassen oder aus sich herausrufen. Nicht zuletzt ist das Spannungsfeld Heimat und Fremde aktuell im sozialen und politischen Bereich relevant, der Umgang mit dem fremden Anderen eine diakonische Herausforderung. Biblische, systematische, praktisch- und spiritualitätstheologische Impulse beleuchten das Thema Heimat und Fremde und mit ihm die Suche nach dem eigenen Leben.

 


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